Betreuung

Das Team des Promotionsbüros der Charité – Universitätsmedizin Berlin informiert auf dieser Seite in puncto Promotion und Betreuung.

Sie befinden sich hier:

Betreuung von Promotionsvorhaben an der Charité

Nachfolgend haben wir wichtige Hinweise und Informationen für Betreuerinnen und Betreuer (aktiv oder in spe) von Promotionsvorhaben an der Charité zusammengestellt.

Grundsätzlich gilt: Jedes Promotionsvorhaben muss grundsätzlich vor Beginn der wissenschaftlichen Arbeit angemeldet ("registriert") werden. Zur zeitlichen und inhaltlichen Absicherung des Promotionsvorhabens ist eine Promotionsvereinbarung mit der von Ihnen zu betreuenden promovierenden Person abzuschließen. Die Vorlage hierfür finden Sie sowohl in Deutsch als auch in Englisch unter "Links & Downloads".

Die Übernahme einer Promotionsbetreuung ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Die Rede von "Doktorvater" und "Doktormutter" kommt nicht von ungefähr. Beachten Sie deshalb bitte auch die vom Fakultätsrat erlassenen Leitlinien zur Betreuung von Promotionsvorhaben.

Welche Aufgaben Sie allgemein als Betreuerin oder Betreuer haben, können Sie diesen Leitlinien entnehmen. 

Davon abgesehen sind Sie konkret in der Pflicht,

  • eine Anerkennung der KMK für den ausländischen Hochschulabschluss Ihres oder Ihrer Promovierenden einzuholen,
  • ein Votum der zuständigen Ethikkommission bzw. die Genehmigung der zuständigen Stelle einzuholen, wenn Untersuchungen an Proband/inn/en oder Patient/inn/en oder Experimente mit Tieren durchgeführt werden,
  • ein Votum Information zur Dissertation Ihres oder Ihrer Promovierenden abzugeben.

Weitere Informationen zu den Themen "Anerkennung KMK" und "Votum Informativum" finden Sie unter den oben angegebenen Links. Weitere Informationen rund um das Thema "Votum Ethikkommission" entnehmen Sie bitte dem Formular der Promotionsvereinbarung (zu finden unter Links & Downloads). Bitte informieren Sie sich nach Möglichkeit auch über das Promotionsverfahren sowie über das von Doktorandinnen und Doktoranden promotionsbegleitend zu absolvierende Kursprogramm (Promotionsumgebung).

Wenn Sie die Charité verlassen ...

... können Sie die von Ihnen als Betreuer/in übernommenen Promotionsvorhaben bis zu deren Abschluss weiterbetreuen, wenn Sie nach Ihrem Weggang

  • weiterhin als Hochschullehrer/in in einem materialen Sinn an einer deutschen oder ausländischen Hochschule (z. B. Privatdozent/in, apl.-Professor/in, berufene/r Professor/in, Hochschullehrer/in im Ausland mit gleichwertigem Status) tätig sind

oder wenn Sie

  • anderweitig in Fallgruppe 1 oder Fallgruppe 2 (siehe unten) fallen

Bitte legen Sie dem Promotionsbüro dann entsprechende Nachweise vor. Es besteht keine Frist mehr, bis zu der nach Ihrem Weggang die von Ihnen weiter betreuten Promovierenden den Antrag auf Eröffnung ihres Promotionsverfahrens stellen müssen.

Wer kann an der Charité Promotionen betreuen?

Im Folgenden ist aufgelistet, wer die Betreuung einer Promotion übernehmen kann. Rechtsgrundlagen dafür sind § 6 der Promotionsordnung 2017 und § 9a der Satzung der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Wer wird als Betreuerin oder Betreuer zugelassen? (Fallgruppe 1)

Wer einer der folgenden Personengruppen angehört, wird als Betreuerin oder Betreuer eines Promotionsvorhabens zugelassen:

  • berufene Professorinnen oder Professoren von Charité, FU, HU, MDC oder anderen kooperierenden Einrichtungen
  • unabhängige promovierte Nachwuchsgruppenleiter oder Nachwuchsgruppenleiterinnen, die durch Auswahlverfahren bestimmt wurden, z.B. Emmy-Noether-Programm der DFG
  • Privatdozentinnen oder Privatdozenten, die ihre Lehrbefugnis an der Charité haben und an der Charité beschäftigt sind
  • Privatdozenten oder Privatdozentinnen, die ihre Lehrbefugnis nicht an der Charité haben, an der Charité beschäftigt sind
  • außerplanmäßige Professorinnen oder Professoren der Charité, die an der Charité beschäftigt sind,
  • außerplanmäßige Professoren oder Professorinnen anderer Hochschulen, die an der Charité beschäftigt sind

Wer kann als Betreuerin oder Betreuer zugelassen werden? (Fallgruppe 2)

Wer einer der folgenden Personengruppen angehört, kann als Betreuerin oder Betreuer zugelassen werden, wenn eine ordnungsgemäße Betreuung des Promotionsvorhabens bis zu seinem Abschluss gewährleistet ist:

  • Privatdozentinnen oder Privatdozenten, die ihre Lehrbefugnis an der Charité haben, jedoch nicht an der Charité beschäftigt sind
  • außerplanmäßige Professoren oder Professorinnen der Charité, die nicht an der Charité beschäftigt sind

Wer einer der folgenden Personengruppen angehört, kann (i) auf Antrag (ii) mit Genehmigung der Fakultätsleitung und (iii) Zustimmung des Fakultätsrates als Betreuerin oder Betreuer zugelassen werden:

  • Honorarprofessorinnen oder Honorarprofessoren der Charité
  • Seniorprofessoren oder Seniorprofessorinnen der Charité
  • berufene Professorinnen oder Professoren der TU Berlin oder anderer Universitäten
  • auf Erstattungsprofessuren an anderen Berliner Universitäten berufene Mitglieder außeruniversitärer Forschungseinrichtungen
  • habilitierte Personen an außeruniversitären Forschungseinrichtungen

Wer wird grundsätzlich nicht als Betreuerin oder Betreuer zugelassen? (Fallgruppe 3)

Personen, die einer der folgenden Gruppen angehören, werden grundsätzlich nicht als Betreuerinnen oder Betreuer von Promotionsvorhaben zugelassen:

  • Privatdozentinnen oder Privatdozenten, die ihre Lehrbefugnis nicht an der Charité haben und nicht an der Charité beschäftigt sind,
  • außerplanmäßige Professoren oder Professorinnen anderer Hochschulen, die nicht an der Charité beschäftigt sind
  • Personen, die nicht mindestens habilitiert sind (Ausnahme: durch Auswahlverfahren bestimmte, promovierte unabhängige Nachwuchsgruppenleiterinnen oder Nachwuchsgruppenleiter)