Binationale Promotion - Cotutelle de Thèse

Bei einem Cotutelle-Verfahren vergeben zwei Institutionen über Ländergrenzen hinweg nach dem erfolgreichen Abschluss eines gemeinsamen Promotionsverfahrens einen gemeinsamen Doktorgrad. Eine solche binationale Promotion kann für Sie sinnvoll sein, wenn Sie bereits im Rahmen Ihrer Promotion wissenschaftliche Kontakte ins Ausland intensivieren und einen relevanten Teil Ihrer Promotionszeit dort verbringen möchten. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, im Rahmen einer Cotutelle zu promovieren, finden Sie auf den Öffnet externen Link im aktuellen FensterSeiten der Hochschulrektorenkonferenz wichtige Informationen.

Für eine Cotutelle muss zwischen der CharitéUniversitätsmedizin Berlin und der ausländischen Hochschule eine personenkonkrete Vereinbarung abgeschlossen werden, in der sich die beiden Institutionen auf ein gemeinsames Verfahren und die damit zusammenhängenden Fragen (Betreuung, Kostenübernahme, Versicherung usw.) verständigen. „Personenkonkret“ bedeutet, dass die Vereinbarung nur für Ihr Promotionsverfahren abgeschlossen wird.

Der Abschluss einer Cotutelle-Vereinbarung vollzieht sich an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin in folgenden Schritten:

1. Anmeldung Ihres Vorhabens im Promotionsbüro: Bitte werden Sie zur Anmeldung Ihres Vorhabens im Promotionsbüro vorstellig und bringen Sie dazu bitte schon einmal alle für die Registrierung eines Promotionsvorhabens nötigen Unterlagen mit (nähere Informationen hier). Das gibt uns die Gelegenheit zu prüfen, ob Ihrer Promotion an der Charité etwas im Wege steht und/oder noch vorbereitende Schritte notwendig sind (z. B. dann, wenn Sie einen ausländischen Hochschulabschluss haben). Die Promotionsvereinbarung der Charité lassen Sie bitte von allen Betreuern an der Charité und dem Betreuer/den Betreuern an der anderen Hochschule unterschreiben. Die Cotutelle-Vereinbarung ergänzt dann die Bestimmungen aus der Promotionsvereinbarung. Bitte machen Sie sich, bevor Sie diesen Schritt in die Wege leiten, Gedanken zu den folgenden Fragen:
- Welche Empfehlungen und Hinweise der Hochschulrektorenkonferenz gibt es für das betreffende Land (Link siehe oben)?
- Wer sind ihre Supervisoren an der Charité?
- Welche der beiden Institutionen soll die „führende“ Einrichtung (lead university) sein, die primär Verantwortung trägt?
- Wie verteilen Sie Ihre Forschungszeit auf beide Einrichtungen?
- Wer übernimmt eventuell anfallende Reise- und andere Kosten? (Seitens der CharitéUniversitätsmedizin Berlin können leider keinerlei Kosten übernommen werden!)
- Welchen Versicherungsschutz müssen Sie im Gastland nachweisen?
Wir benötigen diese Angaben von Ihnen, um das Weitere zu veranlassen.
Wer kümmert sich? Sie.

2. Einholung einer Stellungnahme der Steuerungsgruppe Internationale Kooperationen: Das Promotionsbüro leitet ihr Vorhaben an die Steuerungsgruppe Internationale Kooperationen des Vorstands weiter. Diese gibt eine Stellungnahme dazu ab, ob der Abschluss einer Cotutelle-Vereinbarung in Ihrem Fall den Interessen der CharitéUniversitätsmedizin Berlin entspricht.
Wer kümmert sich? Wir.

3. Erstellung eines Vereinbarungsentwurfes: Dazu benötigen wir die Kontaktdaten von Ansprechpartnern der anderen Institution, mit denen wir verbindliche Absprachen treffen können. Bitte finden Sie heraus, wer in Ihrem Fall diese Personen sind und teilen Sie uns dies mit. Wir handeln dann den genauen Vereinbarungstext aus. Wir bevorzugen dabei die englische Sprache. Sollte die andere Seite auf der Landessprache oder weiteren Sprachen bestehen, verzögert sich der Abschluss durch die dann notwendigen Übersetzungen natürlich entsprechend.
Bitte beachten Sie, dass jede Vereinbarung, die von der Charité – Universitätsmedizin geschlossen werden soll, zuvor vom Justiziariat geprüft werden muss. Bitte sehen Sie deshalb davon ab, eventuelle Vorlagen der anderen Hochschule oder von dritter Seite „schon mal vorsorglich“ unterschreiben zu lassen…
Wer kümmert sich? Sie und wir.

4. Stellungnahme der Promotionskommission: Die Promotionskommission berät den Entwurf und leitet ihn dann an den Fakultätsrat zur Beschlussfassung weiter.
Wer kümmert sich? Wir.

5. Beschlussfassung durch den Fakultätsrat: Jede Cotutelle-Vereinbarung muss vom Fakultätsrat gebilligt werden.
Wer kümmert sich? Wir.

6. Unterzeichnung durch den Vorstandsvorsitzenden oder den Dekan: Nach Beschluss durch den Fakultätsrat wird die Vereinbarung von dem Vorstandsvorsitzenden oder dem Dekan für die CharitéUniversitätsmedizin Berlin unterzeichnet.
Wer kümmert sich? Wir.

Wie Sie sehen können, ist der Prozess recht aufwendig. Bitte planen Sie deshalb hinreichend Zeit ein, insbesondere für uns. Allein für die Befassung unserer Hochschulgremien (Sitzungspausen, Abstände zwischen den Sitzungen usw.) sollten Sie 6 – 8 Wochen einplanen. Für die Ausarbeitung und rechtliche Prüfung des Vereinbarungstextes ebenfalls 6 – 8 Wochen. Insgesamt sollten Sie für das Prozedere also 3 – 4 Monate veranschlagen. Natürlich bemühen wir uns, im Notfall auch kurzfristige Lösungen zu ermöglichen. Für alle Beteiligten wirkt sich ein ausreichendes Zeitpolster aber stressreduzierend aus.

Sie haben noch Fragen? Die Kolleginnen im Promotionsbüro helfen Ihnen gerne weiter!

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